Antonio Saura

Antonio Saura Biografie

Seit seinem Tod im Jahr 1998 wächst das Ansehen des Malers Antonio Saura ständig. Die monströsen Wesen, die Saura in seinen ausdrucksstarken und mysteriösen Gemälden darstellt, sind Teil eines höchst individuellen Stils und anders als alles, was man bis dahin in der Kunstwelt gesehen hatte. 1930 im spanischen Huesca geboren, erkrankte er im Alter von dreizehn Jahren an Tuberkulose und war fünf Jahre lang ans Bett gefesselt. Während seiner Genesungsphase begann er, mit Zeichnung und Malerei zu experimentieren und erweiterte schon bald seine Aktivitäten auf Lithografien, Gravüren, Poesie und Prosa aus.

 

Antonio Sauras unverkennbaren Arbeiten entwickelten sich stilistisch vom Surrealismus, der für seine Zeit in Paris charakteristisch war, zu einer Art barocker Abstraktion. 1957 gründete Saura die Gruppe "El Paso", die sich als Antwort auf die von ihnen konstatierte Krise der spanischen Kunst verstand. Ihr Ziel war es, den Mangel an kritischer Auseinandersetzung und an Ausstellungsmöglichkeiten zu überwinden. Ihre Mittel waren ein aggressiver Malstil und die Verwendung wiederkehrender Motive, wie dem des weiblichen Körpers.

 

Nachdem Antonio Saura sich zunächst einer leuchtenden Farbpallette bedient hatte, waren seine spätere Arbeiten durch ihren monochromen Stil gekennzeichnet, in denen der Künstler das Grau allen anderen Farben vorzog. Die politische Instabilität Spaniens in den 60er Jahren führte dazu, dass Saura eine immer zwiespältigere Beziehung zu seiner Kunst entwickelte. Er zerstörte hunderte Gemälde, nahm eine zehnjährige Pause von der Ölmalerei und begann, mit anderen Medien zu experimentieren.  Seine Multiples und limitierten Auflagen sind stets wohldurchdacht und nur in kleinen Auflagen erhältlich. Saura wurde bereits zu Lebzeiten gewürdigt und erhielt den Carnegie-Preis für seinen Beitrag zur documenta von 1964. Er hatte weltweit zahlreiche Einzelausstellungen, unter anderem im Stedelijk Museum in Amsterdam im Jahr 1964, dem ICA in London 1965 und im Kunstmuseum Bern 2012.

Erhältliche Arbeiten: 4

Kunstwerke und Preise