Angus Fairhurst

Angus Fairhurst Biografie

Obwohl er eher zu den unauffälligeren Mitgliedern der Young British Artists (YBAS) zählte, war Angus Fairhurst dennoch einer deren einflussreichsten und scharfsichtigsten Vertreter.  Seit seinem Tod 2008 wächst sein Bekanntheitsgrad ständig und er ist inzwischen als fesselnder und äußerst geistreicher Künstler anerkannt. Sein Werk ist von einem scharfsinnigen, nonkonformistischen Humor sowie einem natürlichen Gespür für Form durchzogen.

 

In einem seiner prägnantesten Werke, Gallery Connections aus dem Jahr 1991, installierte er Telefone in einigen prominenten Londoner Galerien, sodass diese nur noch miteinander kommunizieren konnten. Die Konversation zwischen den ahnungslosen Angestellten der Royal Academy und der Tate etwa begann mit Verwunderung und endete in ausgesprochener Feindseligkeit. Dies war nicht nur ein Seitenhieb gegen den cliquenhafte Charakter vieler Galerien, sondern auch eine scharfer Angriff gegen das elitäre, nepotistische und inzestuöse Wesen der Kunstwelt im Allgemeinen.

 

Angus Fairhurst, der 1966 in Kent geboren wurde, verwendete in seinen Arbeiten häufig Gorillamotive; er fertigte bronzene Gorillaskulpturen an und verkleidete sich sogar selbst als Gorilla. Fairhurst nahm sich 2008, am letzten Tag einer prestigereichen Londoner Ausstellung, das Leben – zu einem Zeitpunkt, als er  gerade begann, die lang verdiente Aufmerksamkeit der Kritiker zu erhalten. Seine fein gearbeiteten Multiples und limitierten Auflagen sind ein Denkmal dieses visionären Künstlers, dessen Leben so tragisch endete.

 

Angus Fairhurst kuratierte 1988 die erste YBA-Ausstellung in der Bloomsbury Galerie – ein Vorläufer der berühmten, von Damien Hirst kuratierten Ausstellung "Freeze", in der Fairhurst ebenfalls vertreten war. Für die Ausstellung "In-A-Gadda-Da-Vida" in der Tate Britain im Jahr 2004 arbeitete er wieder mit Hirst und seiner früheren Partnerin Sarah Lucas zusammen. Fairhursts Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, unter anderem der Tate, die zudem im Besitz seines Video- und Animationsarchivs ist.

Erhältliche Arbeiten: 4