Andy Warhol

Kunstwerke zum Kauf

Andy Warhol, Self Portrait, 1978. Andy Warhol, Sidewalk FS II.304, 1983
Links: Andy Warhol, Self Portrait, 1978, Unikat. Courtesy: Sims Reed Gallery, London. Rechts: Andy Warhol, Sidewalk FS II.304, 1983, Siebdruck, Auflage von 250. Courtesy: Gregg Shienbaum Fine Arts, Miami


Andy Warhol ist einer der Sammlerlieblinge auf dem Online-Kunstmarkt, wo seine Werke wie überall zu Höchstpreisen angeboten werden. Verständlicherweise lassen also die Worte ”Andy Warhol Kunstwerke zum Kauf“ jedes Sammlerherz höher schlagen, denn wer will nicht eines dieser ikonischen Bilder in den eigenen vier Wänden hängen sehen. Doch die Preise für Warhols Arbeiten variieren und sind stark abhängig von den Motiven, der Entstehungszeit und natürlich der Größe der Editionen. Im folgenden nehmen wir Sie mit auf eine kleine Tour durch das künstlerische Werk Warhols und beleuchten die Angebote originaler Kunstwerke, die auf dem Online-Kunstmarkt zum Verkauf stehen.

Kunstwerke zum Kauf

Die 1950er – Die frühen Jahre
Bevor Andy Warhol die Kunstwelt mit seinen Bildern von Produkten aus der Pop-Kultur revolutionierte, war er bereits ein sehr erfolgreicher Werbegrafiker in New York. Bald erfand er eine eigene Drucktechnik, die sogenannte ”Blotted Line Technique“. Dafür werden die Umrisse eines gezeichneten Gegenstandes auf einem Pergamentpapier nachgezogen, die Linien anschließend auf der Unterseite mit Tinte versehen und diese auf ein neues Blatt Papier gepresst. So konnte er dasselbe Motiv unterschiedlich koloriert in verschiedenen Bildern wiedergeben. Warhol wollte vor allem als Künstler ernst genommen werden und besuchte unzählige Galerien, Tanz-Performances, Museen und Opernabende, um sich weiterzubilden und das reiche kulturelle Angebot New Yorks zu nutzen.
Erst 1956, nachdem der Künstler Amerika zum ersten Mal verließ, um nach Japan, Indien, Ägypten und Italien zu reisen, begann er der restriktiven kommerziellen Welt zu entfliehen und auf Leinwände zu malen. Seine Werke aus dieser Schaffensperiode zeigen bereits deutlich seinen einzigartigen Stil, der einen immensen Einfluss auf das Selbstbild Amerikas und der Welt haben sollte.

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1960er Jahre – Warhol erobert die Kunstwelt
Die 1960er waren für Andy Warhol geprägt von Hedonismus und Kreativität. Seine Werke aus dieser Zeit sind begehrt und in vielen bedeutenden Sammlungen vertreten. 1962 stellte Warhol erstmals jene Werke aus, die ihm einen Platz in der Kunstgeschichte sichern würden. Seine Campbell Soup Cans waren eine Sensation und in dieser Form ein nie da gewesenes Motiv. Aufgereiht auf Regalen erinnerten sie an die Warenauslage in Supermärkten. Die ersten 32 Leinwände wurden an den Galeristen Irving Blum für 1.000 US$ verkauft, sehr zur Freude Warhols. Vor allem die Vorgehensweise, Bilder mit profanen Motiven in Auflagen zu produzieren, war ab diesem Moment als Pop-Art bekannt.
Etwa zu dieser Zeit wandte sich Warhol auch dem Siebdruckverfahren zu, welches bis dahin nur zu kommerziellen und zu Werbezwecken genutzt wurde. Die Technik wurde zu seinem Markenzeichen und schlug einen Bogen zwischen seiner künstlerischen Arbeit und der Werbebranche.

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1970er Jahre – Vorreiter der Amerikanischen Avantgarde
In den 1970er Jahren wusste Warhol seine Stellung als Anführer der Amerikanischen Avantgarde geschickt zu nutzen und verwandelte seine Produktion in ein höchst profitables Geschäft. Durch seine Berühmtheit erzielte er horrende Summen für Editionen mit Bildern prominenter Persönlichkeiten wie beispielsweise John Lennon, Michael Jackson oder dem Scheich von Iran. Sein legendäres Bild Mao Zedongs entstand 1973. In seinem Buch The Philosophy of Andy Warhol (1975) äußerte Warhol dazu einen seinen berühmtesten Sätze: ”Geld verdienen ist Kunst und arbeiten ist Kunst und gut laufende Geschäfte sind die höchste Kunst.“
In den 1970er Jahren beschäftigte sich Warhol verstärkt mit einer bereits in den 60er Jahren begonnenen Serie, die als Death and Disaster Serie bekannt wurde. Sie zeigt seine Faszination für den Tod und wie sich Motive durch Wiederholung beinahe neutralisieren. ”Wenn Sie ein grauenvolles Motiv immer und immer wieder sehen“, erklärte Warhol, ”dann verliert es seine Wirkung.“

Warhol legte viel Wert auf eine unverkrampfte Einstellung zum Bild – Unebenheiten oder scheinbare Fehler waren nicht nur toleriert, sondern erwünscht. ”Wenn Sie etwas genau falsch machen“, schrieb Warhol in seinem Buch POPism, “dann werden Sie auch immer etwas ganz Neues erschaffen.”

Die 1980er - Die letzten Jahre
Warhol verstarb 1987 an einer Herzrhythmus-Störung, die Folge einer Routine-Operation an seiner Gallenblase. Kurz vor seinem Tod inspirierten ihn große Maler der Renaissance wie Sandro Botticelli. Seine Freundschaft mit Jean-Michel Basquiat und anderen prominenten Malern der New Yorker Szene warfen ihn erneut ins Rampenlicht der Kunstszene. John Coplans, Herausgeber des Art Forum, sagte einmal über Warhol: ”Die Wahl seiner Bildmotive zwingt den Betrachter dazu, die Grenzen der eigenen Existenz anzuerkennen“.