Alexander Calder

Alexander Calder Biografie

Alexander Calder war einer der ersten Künstler überhaupt, der Dynamik innerhalb seiner Skulpturen erzeugte. Dies war eine radikale neue Entwicklung, die die Kunstwelt für immer veränderte. Calder, der 1898 in Philadelphia geboren wurde, entstammte einer Familie von Bildhauern, in der er bereits in jungen Jahren dazu ermutigt wurde künstlerisch tätig zu werden. Zu Beginn war er allerdings eher an den Möglichkeiten der Ingenieurwissenschaft und Kinetik interessiert. Noch bevor er 1923-25 Malkurse an der Art Students League in New York besuchte, absolvierte er ein Ingenieurstudium in New Jersey.

 

1926 zog Alexander Calder nach Paris und begann dort Figuren aus Drähten, Holz und Kleidung zu formen. Er verwandelte seine Figuren in eine regelrechte Performance. Sein Miniatur-Zirkus wurde von allen bedeutenden Pariser Künstlern seiner Zeit besucht. Um das Jahr 1930, nachdem er Piet Mondrians Atelier besichtigt hatte, begann er sich zunehmend mit abstrakten Formen zu beschäftigen. Kurz danach stellte er seine berühmten Draht-Skulpturen aus, die der Künstler Marcel Duchamp “Mobiles” nannte. Diese Skulpturen bewegten sich durch zufällige Luftströme und nicht etwa durch Motoren. Sie waren etwas völlig Neues. Nicht nur sind die Arbeiten eine einzigartige Kombination von abstrakter Form und industriellen Materialien, sie sind außerdem fein gearbeitet und schweben in perfekter Balance in der Luft.

 

Später begann Alexander Calder unbewegliche Skulpturen zu produzieren, die ihre Baubestandteile offen zur schau stellten. Daraus entstanden monumentale Konstruktionen aus Blech und Schrauben.1933 zog er zurück nach Amerika, wo er weiter an seinen nun noch größeren Mobiles und Skulpturen arbeitete. Außerdem kollaborierte er mit Tänzern und Komponisten für die Produktion von Bühnenbildern. Im Jahr 1934 entstand sein monumentales open-air Mobile Steel Fish.

 

Doch Alexander Calder war nicht nur begnadet in der Produktion von Skulpturen, auch seine Kunstdrucke und Multiples in limitierten Editionen sowie Schmuckkreationen sind höchst populär. Seine Arbeiten sind Teil der Sammlungen des Whitney Museum of American Art und des MoMA in New York. Calders Werke wurden früh in bedeutenden Ausstellungen gezeigt wie Cubism and Abstract Art im MoMA 1936 – eine Institution, die seine Arbeit maßgeblich unterstützt hat. Für das MoMA erstellte er außerdem das gigantische Mobile Lobster Trap and Fish Tail. Marcel Duchamp selbst kuratierte 1943 eine Ausstellung zu Calders Werken. Er nahm an der documenta I, II und III teil. Das Solomon R. Guggenheim Museum in New York widmete ihm 1964 eine große Retrospektive. 

Erhältliche Arbeiten: 1

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